Gesund abnehmen

Gesunde Ernährung

Drei Ernährungsformen im Überblick

Eine vollwertige und ausgewogene Ernährungsweise ist nicht nur äußerst wichtig, um das ideale Körpergewicht zu erlangen und zu halten, sondern auch um gesund zu bleiben.


Es gibt viele verschiedene Diätkonzepte und Ernährungsformen, die derzeit hoch im Trend liegen. Da kommt natürlich immer wieder die Frage auf, welche Ernährungsweise denn die richtige ist.

 

Pauschal kann das allerdings gar nicht beantwortet werden. Die Ernährungskonzepte haben ihre ganz eigenen Vorteile.


Welche Form der Ernährung am besten passt, muss somit jeder für sich selbst entscheiden.
Hier möchten wir Ihnen drei Ernährungsformen näher vorstellen, mit denen Sie Ihre Ziele erreichen können.

Ketogene Ernährung

Vorteile, erlaubte Nahrungsmittel & Tipps zur Umsetzung

Aktuell liegt die ketogene Ernährung wieder voll im Trend, doch was steckt genau hinter diesem Konzept?

Die Keto-Ernährung ist keinesfalls nur eine „Mode-Diät“, sondern kommt sogar seit dem Jahr 1920 im medizinischen Bereich zum Einsatz, so beispielsweise bei der Therapie von Epilepsie oder Übergewicht.

 

Im Allgemeinen kann die ketogene Ernährungsweise bei folgenden Beschwerden und Erkrankungen erfolgreich zum Einsatz kommen:

  • Diabetes (Typ 1 und Typ 2)
  • Migräne und Kopfschmerzen 
  • Epilepsie
  • Morbus Parkinson
  • Demenzerkrankungen
  • Alzheimer
  • Autoimmunerkrankungen
  • Übergewicht
  • Schmerzsyndrome wie zum Beispiel Fibromyalgie
  • Multiple Sklerose.

Basiswissen

Was steckt hinter dem Konzept der Keto-Ernährung?

Das Charakteristikum der ketogenen Ernährung ist die drastisch reduzierte Kohlenhydratzufuhr sowie die erhöhte tägliche Fettzufuhr.

 

Es geht vorrangig darum, eine ideale Versorgung des Körpers mit allen essenziellen Nährstoffen zu gewährleisten, ohne ihn jedoch zu belasten.


Heutzutage ernähren sich zahlreiche Menschen sehr kohlenhydrat- und zuckerreich.

 

Eine solche Ernährungsweise begünstigt jedoch die Entstehung von Zivilisationserkrankungen wie zum Beispiel Übergewicht, Diabetes oder auch Krebs.

 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die ketogene Ernährung eine strengere Form des Low-Carb-Ernährungskonzeptes ist.

 

Kohlenhydrate erscheinen auf dem Keto-Speiseplan so gut wie gar nicht:

Demnach dürfen täglich nicht mehr als maximal 50 Gramm Kohlenhydrate aufgenommen werden.

 

Kartoffeln, Reis, Pasta und Brot sind somit im Rahmen der Keto-Ernährung tabu.


Der Fokus liegt hingegen auf wertvollen Fettsäuren und Proteinen.

 

Durch die starke Begrenzung der täglich erlaubten Kohlenhydratmenge muss sich der Körper intern umstellen. Dieser Makronährstoff kann von nun an nicht mehr vorrangig zur Energiegewinnung genutzt werden und der Organismus muss sich nach einem alternativen Energielieferanten umschauen.

 

Infolgedessen zapft der Körper die eigenen Fettreserven an und nutzt somit Fette als primäre Energiequelle. Der gesamte Energiestoffwechsel wird „umprogrammiert“: Der Körper kommt in den Zustand der Ketose.

Ketogene Ernährung – was passiert konkret im Körper?

Durch den drastischen Entzug der Kohlenhydrate stellen sich die körperinternen Stoffwechselprozesse um: Es kommt zu einer Art „Fastenstoffwechsel“.


  •  Grundsätzlich nutzt der Körper des Menschen Kohlenhydrate als primären Energielieferanten. Diese Glukose wird schließlich dem Gehirn, den Körperorganen sowie der Muskulatur zugeführt. 
  • Bekommt der Körper diesen Makronährstoff nun gar nicht mehr, so muss er seine eigenen Vorräte verbrauchen. 
  • Der Organismus sucht nach einem alternativen Energielieferanten. 
  • Er nutzt die über die tägliche Nahrung zugeführten Fettsäuren sowie das in den körpereigenen Speichern eingelagerte Fett als Energiequelle. 
  • In der Leber wird das Fett zu sogenannten Ketonkörpern (Ketonen) umgewandelt. Diese dienen von nun an als Glukoseersatz. 
  • In diesem Stoffwechselzustand verbrennt der Körper sehr viel Fett, da dieses nun die Energiequelle zur Aufrechterhaltung aller lebensnotwendigen Prozesse ist. 
  • Der Insulinspiegel sinkt und infolgedessen nehmen auch Heißhungerattacken ab. 
  • Die Fettverbrennung läuft auf Hochtouren und somit kann in einer recht kurzen Zeit ein deutlicher Gewichtsverlust verzeichnet werden. 

Ketonkörper – was ist das konkret?

Wer die tägliche Kohlenhydratmenge drastisch einschränkt, kommt in die Ketose: 

In diesem Stoffwechselzustand beginnt der Körper sogenannte Ketone (Ketonkörper) zu produzieren. 

Hierbei handelt es sich um wasserlösliche Moleküle, die in der Leber hergestellt werden. Sie sind im Rahmen der Keto-Ernährung der Hauptenergielieferant und bringen einen wesentlichen Vorteil mit sich:

Ketonkörper können problemlos die Blut-Hirn-Schranke durchschreiten und somit dem Gehirn wertvolle Sofortenergie zur Verfügung stellen. 

Sie sind somit ein deutlich hochwertigerer Energielieferant als Glukose aus Kohlenhydraten.

Ketonkörper entstehen, sobald der Körper nicht mehr Kohlenhydrate, sondern Fett als Energiequelle nutzt. 

Es gibt drei Ketonkörper: 

  1. Aceton
  2. Acetoacetat (AcAc)
  3. Beta-Hydroxybutyrat (BHB).

 

Der Ketonkörper Aceton ist für die Bereitstellung von Energie nicht wirklich bedeutsam. Aus diesem Grund wird er einfach über die Atemluft wieder aus dem Körper herausbefördert. Dieser leicht säuerlich riechende Atem wir auch als Keto-Atem bezeichnet: Er entsteht, sobald der Organismus in der Ketose ist und mit der Ketonkörper-Produktion begonnen hat.
Sehr wichtige Energielieferanten sind hingegen die beiden Ketonkörper Acetoacetat sowie Beta-Hydroxybutyrat. Sie gelangen über den Blutkreislauf nahezu in jede Körperzelle und stehen dort als Sofortenergie zur Verfügung. Lediglich die Netzhaut des menschlichen Auges sowie ein ganz kleiner Teil des Gehirns sind auf eine minimale Kohlenhydratzufuhr (Glukose) angewiesen. Diesen äußerst geringen Glukoseanteil, der benötigt wird, könnte der Organismus jedoch sogar selbst produzieren.

Erfolgreich abnehmen mit der ketogenen Ernährung

Sobald sich also die körperinternen Stoffwechselprozesse umgestellt haben und Fett anstelle von Kohlenhydraten als Energiequelle dient, beginnt die Ketonkörper-Produktion.

 

Insbesondere für Menschen, die überschüssige Pfunde loswerden möchten, ist die ketogene Ernährungsform eine gute Wahl, denn hier ist das vorhandene Körperfett der primäre Energielieferant für die Aufrechterhaltung aller Vitalfunktionen des Körpers.

 

Außerhalb der Keto-Ernährung sind Kohlenhydrate die bevorzugte Energiequelle des Organismus.

Solange diese zur Verfügung stehen, wird sich der Körper auch nicht nach einer Alternative umsehen.

 

Die Keto Ernährung erreicht also eine Umprogrammierung des körperinternen Mechanismus.

Der Organismus lernt schrittweise Fett aus den vorhandenen Depots für sich zu nutzen und auf diese Weise abzubauen.

 

Das Prinzip hat jedoch nur dann Erfolg, wenn die tägliche Kohlenhydratzufuhr 50 Gramm täglich nicht übersteigt.

 

Die Kohlenhydrate rücken mehr und mehr in den Hintergrund, stattdessen liegt das Hauptaugenmerk auf wertvolle Fette und Eiweiße.

 

Der Körper des Menschen profitiert von den Vorteilen, die die Ketose mit sich bringt:

So wird beispielsweise die Fettverbrennung optimiert, der Cholesterinspiegel kommt wieder ins Gleichgewicht und auch der Blutdruck wird reguliert.

 

Zudem steigert die Ketose die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit.

Das bedeutet, dass man weniger träge und müde ist.

 

Einer der größten Vorteile des ketogenen Ernährungsplans ist jedoch der signifikante Gewichtsverlust, der damit erzielt werden kann.

 

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